Datum: 17.05.19

Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Krankenhaus Lauf

Foto: Kristina Stamenic-Schlenk, Teresa Kolbeck (v.l.n.r.); Bildnachweis: Rudi Ott, Klinikum Nürnberg

„Diese Zeit hat mich wahnsinnig bereichert“

Seit über 50 Jahren engagieren sich junge Menschen in einem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) in sozialen Einrichtungen. Davon entscheiden sich viele für einen Einsatz in der Pflege. Wie Teresa Kolbeck, die sechs Monate im Krankenhaus Lauf im Einsatz war. Zum Abschluss zieht sie eine positive Bilanz.

Schuld war eigentlich Südamerika. Nach dem Abitur machte sich die heute 20-Jährige zu einer längeren Reise durch Südamerika auf. Nach ihrer Rückkehr musste sie feststellen, dass sie die Anmeldefrist für das Studium der Humanmedizin knapp verpasst hatte. Was nun?

Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Da man im Laufe des Medizinstudiums sowieso ein dreimonatiges Pflegepraktikum vorweisen muss, bewarb sich Teresa über den Internationalen Bund (IB) für ein Freiwilliges Soziales Jahr im Krankenhaus Lauf. Am 1. Oktober 2018 trat sie ihren Freiwilligendienst an, begleitet von drei Seminarwochen, die der Internationale Bund für seine Schützlinge organisiert. Entlohnt wurde sie für ihr Engagement mit einer Aufwandsentschädigung in Form eines monatlichen Taschengeldes.

„Diese Zeit hier in Lauf hat mich wahnsinnig bereichert, ich habe viel gelernt“, dieses Fazit zieht Teresa nach Abschluss ihres Einsatzes. „Die Zusammenarbeit mit dem Team und der Umgang mit den Patienten haben meine Sozialkompetenz, Kritikfähigkeit und Flexibilität gestärkt.“ Die Kollegen und die Stationsleiterin nahmen sie freundlich auf und unterstützten sie während ihres gesamten Aufenthaltes. Sie durfte auch immer wieder einmal in die Medizin hineinschnuppern und bei Untersuchungen oder Operationen dabei sein.

Die anstrengenden Seiten des Pflegeberufes und die Folgen des Pflegemangels blieben ihr allerdings nicht verborgen, und die Anpassung an den Schichtdienst fiel ihr schwer. „Für die Spätdienste fand ich einfach keinen passenden Rhythmus“, berichtet Teresa. Glücklicherweise fand ihre Stationsleitung, Kristina Stamenic-Schlenk dafür eine gute Lösung.

„Wir freuen uns immer auf so junge und engagierte Menschen wie Teresa, die frischen Wind in den Stationsalltag bringen“, erklärt die Stationsleiterin. Außerdem könne man den Pflegeberuf in all seinen Facetten zeigen. Dies bestätigt auch Teresa: „Das Lächeln und die Dankbarkeit der Patienten ließen mich allen Stress vergessen.“ Inzwischen hat sich Teresa „von diesem tollen Team“ und von den Patienten verabschiedet. Auf zu neuen Ufern.

Wer sich für ein Freiwilliges Soziales Jahr in den Krankenhäusern Nürnberger Land interessiert, kann sich über den Internationalen Bund (IB) bewerben, www.internationaler-bund.de oder direkt bei diesen http://www.kh-nuernberger-land.de/fileadmin/data/Stellenausschreibungen/FSJ_Stellenausschreibung.pdf.